Tag 17 und 18

Wir hatten noch nie gehört, dass es im Norden von Spanien eine Halbwüste gibt – immerhin mit 415 km². Seit 1999 ist sie größtenteils Naturpark, seit 2000 wurde sie von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt.

Wir stehen im Örtchen Arguedas, direkt an einer Steilwand, in der Höhlenwohnungen sind, die bis in die 50er Jahre bewohnt waren. Sie sind erstaunlich „wohnlich“. Man sieht noch farbigen Putz und teilweise noch die Ausstattung.

Vom Örtchen Arguedas kann man nach 6 km das Besucherzentrum des Naturreservats erreichen. Von dort kann man kostenlos eine 34 km lange Schotterpiste als Rundweg fahren.

Wir stehen früh auf, so dass wir pünktlich zur Öffnung im Park sind. Die Sonne geht gerade auf. Das ist eine gute Entscheidung, denn das Licht ist phantastisch.

Wir halten immer wieder an um Fotos zu machen. Auch die Filmindustrie hat die Wüste entdeckt. Hier wurden Teile folgender Filme gedreht: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, Lawrence von Arabien, der James Bond Film „Die Welt ist nicht genug“, Conan der Barbar und zahlreiche Italowestern.

Wenn man durch die Canyons fährt oder die Tafelberge sieht, kann man sich vorstellen irgendwo im wilden Westen zu sein.

Was so gar nicht zum Biosphärenreservat passt, ist das Militärgebiet mitten in der Wüste. Als wir dort waren, übten gerade Kampfflugzeuge das gezielte Abwerfen (Beschießen?) von Zielobjekten. Außerdem wird in dem Gebiet Landwirtschaft betrieben. Passt das zu einem Biosphärenreservat?

Der Besuch hat sich gelohnt, allerdings würde ich immer empfehlen, so früh wie möglich dort zu sein.

Kategorien: Blog

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