Tag 54/55

Wir haben von anderen Reisenden gehört, dass es in Gallipoli einen schönen Campingplatz gibt mit großen Stellflächen. Also haben wir unseren Standort noch einmal 40 km weiter südlich verlegt. Der Camping-Platz ist riesig, hat einen Strandzugang und eine Swimming-Pool-Landschaft. Wir stehen schön auf einer Wiese mit Schatten. Wie bei allen (mir bekannten) Camping-Plätzen in Italien gibt es Animation. Das bedeutet, dass man am Pool ganztags mit lauter Musik bedröhnt wird, in diesem Fall aber auch leider am Strand. Die Musik war so laut, dass es unmöglich war, ein Buch zu lesen oder zu schlummern. Der Grund war ein „Animationsprojekt“, bei dem es darauf ankam, welcher der Gäste seine Badelatschen am weitesten schleudern konnte. Was uns aber am meisten beschäftigt hat war, dass wir die einzigen waren, die sich gestört fühlten.

Am Nachmittag sind wir zu Fuß in die Altstadt gegangen und haben dort zu Abend gegessen. Das Restaurant war sehr schön, weil es etwas abseits der Touristenströme lag und eine interessante Speisekarte hatte. Die Altstadt selbst ist erschreckend touristisch und war vollkommen überfüllt.

Wer kauft eigentlich den ganzen Mist, der überall angeboten wird?

Kategorien: Blog

1 Kommentar

Andreas · September 19, 2020 um 8:19 pm

Wir standen am Campingplatz in Gallipoli hinter euch und auch uns ist immer wieder aufgefallen, dass es in allen größeren Campingplätzen in Italien laute Musik gab (außer in der Mittagspause, da war Ruhe). Kleinere Campingplätze ohne Animation waren hier wesentlich besser. Weiters haben wir festgestellt, dass die Italiener immer wieder am Handy ein Video in voller Lautstärke anschauen, egal wie viele Personen sich in der Nähe (z.B. in einem Restaurant) befinden. Auch Soundboxen von jungen Italienern auf den Stränden sahen bzw. hörten wir öfters. Also lärmempfindlich sind die Italiener auf keinen Fall 🙂

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