Tag 41/42/43

Mal wieder hatten wir vorher noch nie etwas von diesen Dörfern gehört. Sie liegen in den Lukanischen Dolomiten an der Grenze zwischen Basilikata und Apulien. Schon von weitem kann man die außergewöhnlichen Felsformationen sehen.

Die Anfahrt ist allerdings nicht so einfach. Wir sind ca. 1 Stunde über zahlreiche Serpentinen gefahren bis wir zum Ortseingang gekommen sind. Dann die nächste Schwierigkeit: Passen wir durch das Dorf? Die Parkplätze befinden sich hinter dem Dorf….. 

Ein Glück gibt es Hilfs-kräfte, die den Verkehr regeln. Bei uns wurde die Straße von einer Seite gesperrt, so dass wir mit XMO hindurchfahren konnten. Es war aller-dings eng. Auf der anderen Seite finden wir einen Stellplatz etwas oberhalb des Dorfes mit grandiosem Ausblick und grandiosem Sonnenuntergang.

Wir starten am nächsten Morgen früh, denn wir wollen in den Nachbarort Castelmezzano. Für uns bedeutet das, erstmal 450 Höhenmeter nach unten absteigen und dann 300 Höhenmeter wieder nach oben aufsteigen. Der Weg ist gut ausgebaut mit dem „Wanderweg der sieben Steine“, eine Erzählung eines Märchens mit den entsprechenden Stationen.

An jeder Station wird eine Geschichte erzählt oder Musik eingespielt. Wir fanden die Stationen sehr schön, die Beschallung war allerdings gewöhnungsbedürftig, denn es klang eher wie Animationsintonation auf Rummelplätzen und man hörte den „Krach“ auch noch beim Weiterwandern.

In Castelmezzano angekommen, holen uns wieder die Menschenmassen ein. Wir erklettern die Steinformationen und genießen den Ausblick. Es hat sich trotz „Gewimmel“ gelohnt, denn so eigenartig geformte Felsen haben wir noch nicht gesehen.

Am frühen Nachmittag geht es wieder zurück (300Hm runter/450Hm rauf). Es ist sehr warm und wir kämpfen mit der Steigung. Unseren Plan für den nächsten Tag eine Wanderung in der Talsohle zu machen, verwerfen wir. Diesen steilen Weg bei der Hitze wollen wir nicht nochmal gehen….

Am nächsten Tag besichtigen wir das normannische Kastell in Pietrapertosa. Es liegt auf der Spitze der Felsen und der Fußweg dorthin ist so steil, allerdings gut angelegt mit Treppen und Schrägen, dass wir Touristen gesehen haben, die sich nicht getraut haben dort hochzugehen.

Die Aussicht ist spektakulär und man fragt sich, warum jemand an diese Stelle ein Kastell baut. Man erkennt noch Wehrtürme, Wohnräume (in den Fels gehauen), Ställe (wie bekommt man Pferde dorthin?) und Lagerräume. Es hat sich gelohnt!

Kategorien: Blog

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